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Armut in Österreich

Österreich gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Dieser Reichtum nimmt ständig zu. Doch auch die Armut stagniert auf hohem Niveau: Im Jahr 2017 ist in Österreich von >1.563.000 Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdeten nach Definition der Europa 2020-Strategie auszugehen, das entspricht 18,1% der Gesamtbevölkerung. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Armut ist ein Verteilungsproblem.

Mit ihrer Initiative will die Wiener Tafel auf die Diskrepanz in unserer Gesellschaft hinweisen: Jährlich werden in Wien rund 70.000 Tonnen Lebensmittel vernichtet. Zeitgleich weist Wien mit 22,7% der Bevölkerung das größte Armutsrisiko auf. Längst schon geht Armut durch alle Bevölkerungsschichten.

Die Wiener Wohnungslosenhilfe hatte im ganzen Jahr 2017 rund 11.000 Kundinnen und Kunden. Die Palette des Angebots reicht hier von Beratung, mobiler Wohnbetreuung, aufsuchender Sozialarbeit, Übergangswohnen und betreuten Wohneinrichtungen bis hin zu Tageszentren und Akuthilfe durch Nachtquartiere. Generell ist es wichtig, zwischen Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit zu unterscheiden. Verkürzt dargestellt gelten Menschen, die auf der Straße oder in Notquartieren schlafen, als obdachlos, Menschen, die befristet in Einrichtungen wohnen, als wohnungslos.

Gemäß einer Studie von Statistik Austria lag die Zahl der registrierten Wohnungslosen im Jahr 2017 in ganz Österreich bei 21.567 Personen. Das waren um 3.798 Personen mehr als im Jahr 2008, in dem 17.769 Wohnungslose erfasst wurden (plus 21 Prozent). Die Jahresgesamtzahl belief sich im Jahr 2017 auf rund 13.900 registrierte Obdachlose und 8.700 Personen in Einrichtungen für Wohnungslose.

Durch die Arbeit der Wiener Tafel soll Abhilfe geschaffen, der Staat jedoch nicht aus seiner sozialen Verantwortung entlassen werden. Die in der Bundesverfassung verankerte Pflicht zur Grundversorgung der StaatsbürgerInnen muss Aufgabe der öffentlichen Hand bleiben. Die Wiener Tafel versteht ihren Einsatz als ergänzendes Hilfsangebot.

Quellen:
http://www.statistik.at/web_de/presse/116803.html
https://www.sozialministerium.at/site/Service_Medien/News_Veranstaltungen/News/Eingliederungsindikatoren_2017


NEWSFLASH

Am 9.9.1999 gründete Martin Haiderer mit drei StudienkollegInnen von der Sozialakademie die Wiener Tafel. 20 Jahre später ist Österreichs älteste Tafel als fixer und wichtiger Teil der Wiener Soziallandschaft nicht mehr wegzudenken. Bitte spenden Sie, damit wir auch die nächsten 20 Jahre armutsbetroffene Menschen versorgen und Lebensmittel vor dem Müll retten können!


STATEMENTS
Unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen am Wort
Gabi Moder

"Mir gefällt der "Kurzschluss" zwischen Überfluss und Mangel.
Mir gefällt Improvisation als Organisationsprinzip.
Mir gefällt, dass Hilfe auf beiden Seiten Freude macht – den Helfern und denen, die etwas bekommen."